Amsterdam, Home, Niederlande, Reisen mit Kindern, Städteurlaub
Schreibe einen Kommentar

Mit der Bahn nach Amsterdam

Familienurlaub Amsterdam

Familienreise AmsterdamHeute ging es endlich los. Ich habe mich seit Tagen wie ein kleines Kind gefreut – auf Amsterdam und auf die Zugfahrt. Noch nie sind wir mit der Bahn in den Urlaub gefahren.

Pünktlich verlässt der IC den Berliner Hauptbahnhof. Wir packen unsere Verpflegung, Spiele und Bücher aus. Vor uns liegen 6 Stunden Bahnfahrt und 655 km. Draußen strahlt die Sonne, die Landschaft zieht an uns vorbei, einfach herrlich. Je weiter wir Richtung Westen fahren, destso weniger Schnee liegt und ich habe das Gefühl, wir fahren Richtung Frühling. Nach einer super hektischen Woche fühle ich mich wunderbar entschleunigt. Die Kinder stöhnen zwar ab und zu, oh wie lange noch, wann sind wir da usw., aber irgendwie genießen wir alle die Zeit und vertreiben uns diese mit Lesen, Uno, Nintendo …  Und mit dem lieben Vater lassen sich die Zwerge noch im Speisewagen verwöhnen. Ich nutze die Zeit, mal ungestört mehrere Seiten am Stück zu lesen. Obwohl wir im Großraumwagen sitzen ist es relativ ruhig und entspannt.

Familienurlaub mit der BahnMein Fazit der Bahnfahrt, sehr gern wieder. Der Zug fuhr super pünktlich, der Service war gut und für die Kinder war es toll, so viel Platz zu haben. Damit meine ich nicht nur die Beinfreiheit, sondern auch die breiten Sitze und die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang nachzugeben, ohne permanent im Weg zu stehen.

In Amsterdam angekommen, nehmen wir bestens vorbereitet, den Anschlusszug nach Muiderpoort. Wir wohnen im östlichen Stadtteil Indische Buurt. Ich habe zum ersten Mal eine (Privat)Wohnung über Airbnb gebucht. Alles schien perfekt bis kurz vor unserer Abreise eine E-Mail der Vermieterin kam, sie müsse die Buchung stornieren, da sie niemanden findet, der die Wohnung herrichtet. Hilfe, das geht nicht, die Bahnfahrt war bereits gebucht und bezahlt. Also Mails hin- und hergeschickt mit viel Zuversicht, eine Lösung zu finden und  es hat geklappt. Jippi. Die privaten Wohnungsvermietungen wie Airbnb, Wimdu & Co sind schon prima Alternativen zu teuren Hotels, v.a. wenn man mit zwei und mehr Kindern reist. Allerdings bereitet es mir Kopfzerbrechen, dass in den AGB`s steht, Buchungen können von Vermieterseite bis kurz vor der Abreise storniert werden können. Das Geld gibt es zwar zurück, aber nicht das für bezahlte Flug- oder Bahntickets.

Mein Adrenalinspiegel steigt noch mal kurz als ich unseren Ansprechpartner mit dem Schlüssel telefonisch nicht erreiche. Irgendwann klappt es dann, wir treffen uns zur Schlüsselübergabe und Wohnungsbegehung. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Die zwei Schlafzimmer sind das Wichtigste, ein großer Wohnraum mit Küche und Minibad. Das Interieur ist eher rustikal, so muss ich keine Sorge haben, dass die Minireisenden irgendwelche Designermöbel schrotten.

Privatwohnung_Amsterdam_von_AirbnbUns erwartet ein kleiner Hefter mit ein paar Erklärungen zur Wohnung, Restaurantempfehlungen, Supermärkte in der Nähe und vielen Tipps für Amsterdam.Den Empfehlungen unserer Gastgeberin folgend, machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein (um 19.00 Uhr) auf, um die Gegend zu erkunden und etwas zu essen. Inspiriert von der Beschreibung unserer Vermieterin steuerten wir das angeblich beste Surinam Restaurant Amsterdams an. Das Lalla Rookh in der Wijttenbachstraat soll verschiedene roti auf der Karte haben, die der absolute Hammer sind. Ehrlich gesagt wussten wir bisher nicht, was roti ist, also nichts wie hin und probiert. Roti ist Fladenbrot, dazu gibt es viele verschiedene Beilagen. Ja, es war ganz gut, aber nicht sensationell. Für die Kinder fanden wir ein Reisgericht mit Hühnchen, das sogar unsere kleine Mäkel-Lise gegessen hat.

Restaurant AmsterdamEigentlich wollte uns am nächsten Tag eine alte Freundin aus Berlin die Stadt zeigen. Leider musste sie kurzfristig absagen, also stürzen wir uns allein ins pralle Leben. Anfangs taten wir uns echt schwer, die richtige Straßenbahnlinie zu finden, fragten drei Leute und bekamen drei verschiedene Antworten. Irgendwann kamen wir dann doch am Leidsplanen an und suchten uns ein kleines Frühstücksrestaurant. Im B&B Lunchroom in der Leidsestraat war die Auslage so lecker, sie zog uns magisch in den Laden. Gerade für mich als Muffinfan war es unmöglich, daran vorbeizugehen. Ich habe die Anzahl der Muffinsorten nicht gezählt, es waren wahnsinnig viele und alle klangen wahnsinnig lecker. Ich habe mich für einen Himbeervanillemuffin und ein Healthy Sandwich entschieden, total lekker!!!! Es wäre alles perfekt gewesen wenn Sohnemann nicht ausgerechnet auf meiner Sonnenbrille Platz genommen hätte.

Amsterdam_myfamilyontour Amsterdam FamilienreiseEine Grachtenfahrt gehört zu Amsterdam wie der Tower zu London. Am Hauptbahnhof ein Grachtenboot. Insider sagen, es ist besser am Heineken Experience einzusteigen, weil die Boote dann nicht so überfüllt sind. Ob das so ist, können wir nicht beurteilen, wir waren 10 Minuten vor Abfahrt da und hatten freie Platzwahl. Sicher liegt es einfach an der Jahreszeit, es ist ja quasi noch Winter. Mit den Kindern war die einstündige Fahrt genau die richtige Entscheidung. Es war kurzweilig und auch für die Kinder interessant. Unser netter Kapitän lud die Kids sogar zum Assistieren ein. Der Grachtengürtel hat es übrigens im Jahre 2010 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geschafft.

Grachtenfahrt AmsterdamGrachtenfahrt_AmsterdamGrachtenfahrt_AmsterdamDen Nachmittag wanderten wir durch die Innenstadt, um ein Gefühl für Amsterdam zu bekommen. Was mich total beeindruckt sind die vielen Fahrräder, die breiten Fahrradwege und die unermüdlichen Fahrradfahrer, die bei Wind und Wetter unterwegs sind. Auch wenn ich es oft gehört und gelesen habe, es ist doch anders, es mit eigenen Augen zu sehen. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie ein Fahrradparkhaus in diesem Ausmaß gesehen. Das ist für mich das absolute Fahrradfahrerparadies.

Fahrradparkhaus_AmsterdamWas mich noch überrascht hat sind die vielen Menschen, die sich durch die Innenstadt bewegen. Dagegen kommt mir Berlin ganz dörflich vor (abgesehen von der Friedrichstraße). Nach kurzer Zeit sind wir dem Gedränge entflohen und haben uns durch die kleinen Seitenstraßen treiben lassen und immer mal wieder ein Stück mit der Straßenbahn gefahren. Mit mehreren Stopps zum Toben, Naschen oder Malen im Cafè konnten wir die Kinder zum Durchhalten bewegen. Dann kamen wir noch an einem Rummel vorbei, das hob die Stimmung der beiden ungemein.

myfamilyontour_StädtereiseUnd morgen geht es weiter. Fortsetzung folgt in Kürze …

0 Kommentare

  1. Pingback: 12 Spartitpps für Eure nächste (Familien)Reise – my family on tour

  2. Nach Amsterdam mit dem Zug von Berlin aus, das ist ja auch was für mich. Als wir in Amsterdam waren, hat mich leider die Schweinegrippe erwischt. Habe meinem lieben Freund damit dann leider auch den Bummel über die Rotlichtmeile vermasselt. 😛

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.