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Brandenburger Tor Museum | Berliner Geschichte in 180 Millionen Pixeln

Brandenburger Tor Museum THE GATE

Jubelschreie, Gewehrsalven, Musik der Goldenen 20er Jahre, Weltkrieg, Wiedervereinigung, Fußball-WM: Im Brandenburger Tour Museum THE GATE reisen wir durch 300 Jahre Berliner Geschichte. In nur 20 Minuten erleben wir, wie das Brandenburger Tor gebaut wird, Napoleon durch das Brandenburger Tor marschiert, sehen die furchtbaren Jahre des Krieges, den hoffnungsvollen Wiederaufbau, unbändige Freude beim Fall der Mauer und das große Glück der Fußballfreunde im Jahr 2014.

Das Brandenburger Tor Museum THE GATE

The Gate Brandenburger Tor Museum

Das Brandenburger Tor Museum THE GATE zeigt nicht nur die Berliner Geschichte, es inszeniert sie und das ganz großartig. In den Hauptrollen u.a. der Pariser Platz und das Brandenburger Tor, nur 50 Meter vom Museum entfernt. Auf drei Multimediawänden, 87 Bildschirmen mit 180 Millionen Pixeln werden Bilder, Animationen und Filmausschnitte gezeigt und das gleichzeitig in verschiedenen Dimensionen.

Am Eingang wird uns empfohlen, die Multimedia-Show mindestens zweimal anzusehen. Das kann ich an Euch weitergeben, denn es unmöglich, alle Sequenzen und collagenartigen Bilder mit einem Mal aufzunehmen. Dafür bräuchte man drei Augenpaare, mindestens.

THE GATE Berlin, Brandenburger Tor Museum

Als wir den dunklen Raum betreten, ist es für einen Moment stockfinster. Die Multimedia-Show startet gerade. Wir sind fast allein und jeder sucht sich ein Plätzchen. Der Sound ist irre. Die packenden Bilder und Originaltöne lassen uns hautnah dabei sein.

Diese Zeitreise durch Berlins Geschichte wird von meiner Familie sehr unterschiedlich empfunden. Nach nur fünf Minuten bricht meine Tochter in Tränen aus und schmiegt sich an die Eltern. Zu laut und zu traurig waren die Bilder des 2. Weltkrieges. Nach kurzem Trösten geht es wieder und am Ende findet sie es noch richtig gut. Sie ist zwar immer noch traurig, aber auch sehr beeindruckt, und zwar von den Trümmerfrauen.

Mein Sohn ist begeistert. Er hat schon länger gedrängelt, wann wir endlich ins Pixelparadies gehen. Natürlich findet er die Technik super cool. Wenn zum Beispiel links und rechts auf den Bildschirmen Züge einfahren oder einzelne Segmente der Mauer im Nichts verschwinden. Er hat aber auch gemerkt, wie spannend Geschichte sein kann. Ganz besonders, wenn sie mit großem Jubel seiner geliebten Fußballelf am Brandenburger Tor endet.

Für meinen Herzensmann ist der emotionale Höhepunkt dieser Zeitreise der Mauerfall und die Fußball-WM 2014. Ganz still sitzt er am Ende da, beeindruckt vom multimedialen Erleben der 300 Jahre und den Glücksmomenten des Sommermärchens.

Mir geht es ähnlich. Eine Emotion jagte die nächste. Es gibt Zeiten in der deutschen Geschichte und entsprechende Bilder, gegen die ich nie immun sein werde. Immer wieder läuft es mir eiskalt über den Rücken, wenn ich die Bilder aus dem Dritten Reich und dem 2. Weltkrieg sehe. Und genauso wenig werde ich wohl nie emotionsfrei die Bilder des Mauerfalls sehen.

Für die Nachlese gibt es noch eine Ausstellung mit Hintergrundinformationen zum Pariser Platz und dem Brandenburger Tor.

THE GATE Brandenburger Tor Museum Berlin

Der Aufenthalt ist kurzweilig. Nach einer guten Stunde verlassen wir das Museum und schauen uns die Hauptdarsteller der Multimedia-Show noch einmal im Original an. Bei herrlichem Sonnenschein schlendern wir durch Berlins historische Mitte. Viele Bauwerke sind schnell zu Fuß zu erreichen, z.B. der Gendarmenmarkt, der Potsdamer Platz, der Reichstag, das Holocaust Mahnmal, die Siegessäule usw.

GendarmenmarktKonzerthaus BerlinHolocaust Mahnmal BerlinBerliner Mauer-Segmente am Potsdamer PlatzUnter den Linden, Blick auf den Fernsehturm

Falls Ihr in der Gegend gern in Ruhe einen Kaffee trinken wollt, dann lasst Starbucks und Dunkin Donuts links liegen. Dort ist es wie auf dem Bahnhof, laut und voll. Nur ein paar Meter weiter gibt es eine Oase der Ruhe. Im Atrium des ZDF-Hauptstadtdtudios (Straße Unter den Linden 36 – 38, im Zollernhof) findet Ihr ein Café und ein Restaurant.

Atrium ZDF Hauptstadtstudio

Hinkommen

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahrt Ihr bis zum U- und S-Bahnhof Brandenburger Tor. (S-Bahn-Linien S1, S2, S25) oder mit dem Bus der Linie 100.

Das Brandenburger Tor Museum liegt am Pariser Platz 4a in Berlin-Mitte.

 

THE GATE – Öffnungszeiten und Preise

Dienstag – Sonntag (Montag geschlossen)     10.00 – 18.00 Uhr
Schaut unbedingt vorher auf die Internetseite in die Rubrik Aktuelles, da das Museum gelegentlich für Veranstaltungen geschlossen ist.

Erwachsene  9.00 EUR  /  ermäßigt  7,00 EUR  / Kinder unter 6 Jahren kostenlos
Familienticket (2 Erwachsende, max. 3 Kinder bis 18 Jahre)   20,00 EUR

Spezialprogramm zum Event BERLIN leuchtet® 

Im Rahmen des Berlin Festival of Lights gibt es ein Kombiangebot mit dem Eintritt zur Multimedia-Show des Museums und einer geführten Lichtertour durch Berlin-Mitte.

Alle Informationen zum Brandenburger Tor-Museum THE GATE findet Ihr hier.

Festival of Lights - Berlin leuchtet St. Hedwigs KathedraleFestival of Lights Berlin, Brandenburger Tor


Offenlegung: Mir wurden Freikarten zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Meine Meinung bleibt davon unberührt.


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10 Kommentare

  1. Juhhhuuuu…das hört sich ja super an. Darauf können wir uns freuen, wenn wir wieder da sind. Gibt es das schon lange? Kannte ich noch gar nicht?!

    • Es gibt viel zu tun, wenn Ihr wieder kommt, aber jetzt genießt Ihr noch die zweite Hälfte Eurer Weltreise. Liebste Grüße, Ines

  2. Super 👍 Das werde ich mit meinen Jungs mal in den Ferien machen, da kriegen sie gleich was für den Geschichtsunterricht mit. Ob wir an Dunkin Donuts vorbeikommen ist fraglich. Viele Grüße

  3. Liebe Ines,

    sehr cooler Tipp – und der für das Café im Hauptstadtstudio auch! Das werde ich beides bald mal ausprobieren. Im Winter bleibt genug Zeit dafür.

    Liebe Grüße
    Gela

    • Danke Stefanie, Du bist ja öfter in der Stadt, wenn ich mir das richtig gemerkt habe. Liebe Grüße in den Norden. Ines

  4. Ah, sehr cool. Damit habe ich schon eine Weile geliebäugelt, kannte aber noch niemanden, der schon da war. Jetzt bin ich mir sicher, dass das wohl eher nix für uns ist. 😀

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